Artikel vom 18.04.2012
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Er kann's nicht lassen - Vierte Gattin für Jacob Zuma


Schon wieder eine First Lady für Südafrika: Kommendes Wochenende geben sich Staatspräsident Jacob Zuma (70) und Gloria Bongekile Ngema, in traditioneller Zulu-Zeremonie das Ja-Wort.

Weltprominentester Polygamist heiratet

Ngema ist Zumas vierte First Lady - neben Gertrude Sizakele Khumalo, Nompumelelo Ntuli und Thobeka Madiba - und es ist seine sechste Ehe. In Südafrika alles andere als selten, ist Polygamie gesetzlich erlaubt. Nicht nur auf dem Land, sondern auch in größeren Städten. Vorausgesetzt, der Bräutigam in spe verfügt über das nötige Kleingeld - auch im Fall späterer Scheidung. 1998 trennte sich der Politiker von Nkosazana Dlamini-Zuma, aktuell amtierende Innenministerin Südafrikas. Eine andere Ehefrau, Kate Zuma, nahm sich 2000 das Leben - und hinterließ einen Abschiedsbrief, in dem sie ihre Ehe mit dem Präsidenten als 24 Jahre Hölle auf Erden beschreibt.

Für die Presse präsentierte sich der Siebzigjährige vergangene Woche im Kreis seiner Ehefrauen, wie sie in trauter Eintracht Messer und Hand an den Geburtstagskuchen legen. Daneben ist Jacob Zuma dafür bekannt, dass sich sein Interesse am weiblichen Geschlecht nicht auf seine Ehefrauen beschränkt - wie zahlreiche uneheliche Kinder beweisen, seinen dreijährigen Sohn mit Verlobter Ngema eingeschlossen. Wenigstens die Evolutionsforschung gibt Zuma recht - Polygamie treibt die Spermien an und macht hochpotent.

Unterhalt mal Vier

Bürger- und Frauenrechtler kritisieren die so genannte Vielweiberei als frauenverachtend, doch Jacob Zuma ist überzeugt: Legalisierte Beziehungen sind besser als Affairen. Dennoch fürchtet der Heiratsbegeisterte die Kritik der Öffentlichkeit. Als seine erneuten Heiratspläne bekannt wurden, beeilte er sich zu versichern: Die Hochzeit kostet den Steuerzahler keinen Cent. Kritiker fordern schon lange, der Staat solle lediglich für eine Ehefrau zahlen.

Pressesprecher Mac Maharaj: "Der Präsident zahlt alle Hochzeitsfeierlichkeiten aus seinem Privatportemonnaie." Auch für den Unterhalt der vierten Präsidentengattin und Zumas zwanzig Kinder flössen keine Steuergelder. Allerdings käme der Staat für offizielle Auftritte der Ehefrauen auf - Bodyguards und jährlich 60 Economy-Class-Flüge für Kinder und Babysitter inklusive.

Hoch-Zeit für Traditionen

Kritikerunmut, der aus europäischer Perspektive offene Türen einrennt: Schließlich hatte der Präsident erst im Januar 2010 Thobeka Mabhija (damals 37) in seiner Heimatstadt geehelicht, nachdem er den Brautpreis der Zulus bezahlt hatte. Und schon wieder sieht Nkandla in der Provinz KwaZulu Natal eine farbenprächtige Präsidentenhochzeit - mit Jacob im traditionellen Gewand, tanzend und singend, an der Seite seiner neuen Firstlady Gloria.

Naiv, wer sich jetzt Haremsfreuden vorstellt: Jede Ehefrau lebt im eigenen Privathaushalt. Wo wird Gloria einziehen? Das Nest ist bereits gemacht - The Zimbabwean berichtet, dass die Braut eine extra für sie renovierte Villa in Nkandla beziehen wird. Kostenpunkt? 64 Millionen Rand - knapp 5,4 Millionen Euro.

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