Artikel vom 17.02.2021

Wo kommen wir denn da hin! Brautkleider- und Trauringklau im Trend



Hochzeit abgesagt, verschoben, kleiner gedacht: Die Hochzeitsbranche spürt das Downsizing durch Corona massiv. Denn der Pandemie können opulente Hochzeitsträume gestohlen bleiben. Aber unfreiwillig bei Brautkleid oder Trauring improvisieren? Manchmal wirbelt nicht Covid, sondern verrückte Langfinger die Hochzeitspläne durcheinander ...

Brautkleid geklaut: Im Hochzeitmarkt ist einiges zu holen

Nachmittags, kurz vor Drei, Kaffeezeit. Ein Mann betritt die Lobby eines Apartmenthauses in Greenwich Village, Manhattan, greift sich einen großen Karton - und löst sich in Luft auf. Die Beute? Ein Hochzeitskleid für 5.000 Dollar. Was jetzt? Unfreiwillig beim Brautkleid improvisieren? Oder alles ein bisschen runterfahren: Azazie, eine Online-Braut-Boutique aus dem Silicon Valley, designte jetzt eine spezielle Corona-Kollektion einfacher, kurzer Hochzeitskleider - zu haben ab 190 Dollar. Kein Vergleich zu den prachtvollen, kostbaren Brautroben, die Einbrecher in der Nacht zum 1. Februar in Karachi in die Säcke steckten - 98 Gewänder von Millionenwert. Aber auch in Deutschland hat sich herumgesprochen, dass es im Hochzeitssegment einiges zu holen gibt: Erst im Januar griffen sich Diebe gleich hunderte Brautkleider aus dem Lagerraum eines Geschäfts in Duisburg-Marxloh.

Brautkleid sucht Braut!

Bräute verzweifelt gesucht, hieß es dagegen in Obersulm bei Heilbronn. Und nein, nicht angejahrte Heiratswillige hatten diese Suche gestartet, sondern die Polizei. Die große Ermittlungsfrage: Wem gehört dieses Hochzeitskleid? Denn in der Wache türmte sich tüllintensive Hochzeitsausstattung inklusive passender Accessoires. Ein insolventes Brautmodengeschäft hatte über 100 Brautkleider bei einen Second-Hand-Shop in Kommission gegeben. Doch die Staatsanwaltschaft bekam Wind davon - und beschlagnahmte die Ware. Wohin damit? Erleichterung! Nach einem Aufruf der Polizei meldeten sich die rechtmäßigen Brautkleid-Besitzerinnen.

Polizei rettet Trauringe und Hochzeit

In Köln kamen ein Bräutigam und seine hochschwangere Braut mit dem Schrecken davon. Direkt am Hauptbahnhof entriss ihnen ein Dieb die Eheringe. Der kam nicht weit: Die Polizei schnappte ihn prompt - und rettete so die Hochzeit. Das Paar war übrigens auf dem Weg in die Stadt der Liebe, nach Paris, um die 10.000 Euro teuren Ringe der Familie zu zeigen. Aber was trieb den jungen Mann, der in Lübbecke bei Minden am hellichten Tag das Schaufenster eines Trauringstudios mit der bloßen Faust einschlug? Kein Geld für einen Ring? Wohl kaum, denn der Ganove hatte sich gleich im Dutzend an den Eheringen bedient.

Vorsicht, dunkle Magie ...

Also wirklich: Brautkleider und Trauringe stehlen, gehört sich das? Neben Verschwörungsmythen scheint auch der Aberglaube in Corona-Zeiten gewissen Auftrieb zu erfahren. Esoterisch angehauchte Unkenrufer prophezeien Brautkleider- und Trauringdieben eine düstere Zukunft (womit sie objektiv betrachtet oft richtig liegen). Und Bräuten, die ihren Ring am Hochzeitstag fallen lassen, droht eine alles andere harmonische Ehe. Aber bücken Sie sich bloß nicht nach Ihrem Ehering! Denn das bringt Unglück. Überlassen Sie dies besser einem Trauzeugen, Pastor, Priester - oder einfach dem Lieblingsdieb Ihrer Wahl!

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