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Artikel vom 06.08.2025

Längst noch nicht selbstverständlich: Ehe für alle und Outing im Spitzensport



Dieses Eis hält!, dachte sich Paul Poirier - und ging vor Freund Kevin auf die Knie. Immer mehr Spitzensportler wagen das Liebes-Coming-Out. Der Kanadier Poirier, gefeierter Eistanz-Weltmeister und Olympiasieger, aber auch immer mehr Fußballprofis tun es. Heiraten, aus der Masse heraustreten, die eigene Identität nicht länger verbergen? Homosexuelle Stars, die den rauhen Ton im Sport kontern, sind Vorbilder mit Mutpotenzial.

Paul Poiret und Kevin - Heiratsantrag

Sportgrößen wie Paul Poirier haben das Zeug, den Weg für ein integratives Zeitalter im Sport weiter zu ebnen. Piper Gilles ist seine Partnerin auf dem Eis. Doch privat schenkte Kanadas Top-Eistänzer jetzt seinem langjährigen Lebensgefährten Herz und Hand - ganz entspannt zu Hause. Nun sollen es aber alle wissen: In inniger Umarmung auf Instagram lassen Paul und Kevin ihre Verlobungsringe glänzen. Mein neuer fetter Klunker!, feixt Pauls Bräutigam. Sofort gratuliert Eiskunstpartnerin Piper Gilles, der frühere Olympionike Adam Rippon schickt den "hübschen Jungs" herzliche Glückwünsche - und der Schauspieler Benjamin Aldridge bietet sich direkt als Blumenmädchen für den Hochzeit an.

Akzeptanz von LGBTIQ+ im Sport pushen

Soll ich mich outen? Vor seinem Coming-Out kurz vor Olympia in Peking hatte der Bräutigam erheblich mit sich gerungen. Nun zählt Poirier zu den - noch immer wenigen - offen Homosexuellen im Olympiaspitzensport. Eine Entscheidung, für die der Eistanzstar gleich mehrere gute Gründe nennt. So möchte Paul Poirier nicht nur die Sichtbarkeit von LGBTIQ+ im Sport steigern, sondern auch jungen queeren Sportlern Vorbild sein: So kannst du auch als Sportler deine Identität selbstbewusst leben! Sportveranstaltungen wie die gerade im Juli ausgetragenen Eurogames in Lyon setzen ein wichtiges Zeichen. Und im Fußball? Hier dominiert leider noch immer eine grobe Tonart - in Kabinen und unter Fußballfans.

Nur wenige Profifußballer offen homosexuell

Doch Stück für Stück wagen sich auch prominente Kicker ans Liebeslicht: Gerade sagte Torwart Lejarraga Ja zu Musiker und Lebenspartner Fernandez. Schauplatz der romantischen Juni-Trauung: Die Hochzeits-Hacienda Las Fuentes zwischen Malaga und Marbella in Südspanien, die Trauzeugen standesgemäß in Fliege mit Fussballmotiv. Anschließend stieg das Brautpaar zum Honeymoon in den Flieger nach Japan. Kaum zu glauben, trotzdem wahr: Bis dato ist Lejarraga von UD San Sebastian Spaniens einziger aktiver Profifußballer mit Coming-Out - und so einer von nur sechs offen homosexuellen Profikickern überhaupt. Als einer der Ersten outete sich 2013 übrigens Robbie Rogers von Los Angeles Galaxy - allen homophoben Anfeindungen zum Trotz. 2021 tat es ihm der Australier und A-League-Player Josh Cavallo nach; sein Video Josh's Truth wirbelte reichlich Staub auf. Ja, redete Cavallo Tacheles, so ein Doppelleben ist unglaublich aufreibend - etwas, das er einfach niemandem wünsche. Bravo!, kam es von Seiten bekannter Fußballer wie z. B. Zlatan Ibrahimovic, doch auch Clubs wie Eintracht Frankfurt oder Manchester City.

Ehe für alle: Spitzensport hinkt hinterher

Derweil sind Todesdrohungen im oft toxischen Fußballumfeld weiter Alltag, so dass jedes Coming-Out zu einer Challenge für sich gerät. In Deutschland hat dies bisher noch kein aktiver Fußballprofi gewagt. Von Thomas Hitzlsperger mal abgesehen, der damit bis zu seinem Karriereende in 2014 wartete. Nicht nur er, sondern auch Größen wie Spielstar Pernille Harder - an der Seite von Partnerin Magdalena Eriksson - kämpfen gegen Homophobie. Der Spitzensport hinkt eindeutig hinterher, denn längst können auch gleichgeschlechtliche Partner den Bund der Ehe eingehen. Seit dem 1. Oktober 2017 lautet § 1353 Absatz 1 BGB, dass eine Ehe von "zwei Personen verschiedenen oder gleichen Geschlechts auf Lebenszeit" geschlossen wird.

Jeden im Fußball akzeptieren?

Während die Unterscheidung zwischen homosexuellen und heterosexuellen Hochzeitspaaren im Standesamt längst Geschichte ist, besteht sie in den Köpfen weiter. Einer, der mehr Offenheit im Fußball einfordert, ist Bundestrainer Julian Nagelsmann. So trat er auf der ISPO 2024, alljährliche Sportleitmesse der globalen Sportindustrie, für Unterstützung homosexueller Fußballer und mehr Vielfalt und mentale Fitness im Sport ein. Und auch Torhüter Lejarraga formuliert die Hoffnung, selbst zum Aufbrechen von Tabus im Männerfußball beitzutragen. Weil es vor allem darauf ankommt, zu sein, wer man ist - ganz egal, wen man liebt!
 

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